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Synbiotika

EN: synbiotics · verwandte Begriffe: Probiotika, Präbiotika, Postbiotika
Definition Synbiotika sind Präparate, die lebende Mikroorganismen (Probiotika) und ein selektiv genutztes Substrat (Präbiotika) kombinieren, mit einem gesundheitlichen Vorteil für den Wirt. Die Idee: das Bakterium und seine Nahrung zusammen anbieten, damit die nützlichen Mikroorganismen mehr Chancen bekommen, sich anzusiedeln und aktiv zu bleiben.

Verständlich erklärt

Synbiotika sind das Beste aus zwei Welten: Du gibst nicht nur das gute Bakterium (das Probiotikum), sondern gleich auch die Nahrung, die es braucht (das Präbiotikum). Vergleiche es damit, ein Pflänzchen zu pflanzen und ihm gleich gute Blumenerde zu geben, statt nur ein Samenkorn in nackte Erde zu werfen. Der Gedanke ist, dass die nützlichen Mikroorganismen so eine bessere Startchance bekommen und länger aktiv bleiben. Du findest das Prinzip sowohl in intelligenten Nahrungsergänzungsmitteln als auch in fermentierter, ballaststoffreicher Ernährung — denk an Sauerkraut (lebende Kulturen und Ballaststoffe) oder Joghurt mit etwas Hafer und Obst. Wie bei Probiotika gilt: Die genaue Kombination bestimmt die Wirkung, und sie bleibt eine Ergänzung zu einer abwechslungsreichen, pflanzenreichen Ernährung, die dein ganzes Mikrobiom nährt.

The science behind

Der ISAPP-Konsens (Swanson et al. 2020) definiert ein Synbiotikum als 'eine Mischung aus lebenden Mikroorganismen und Substrat(en), die selektiv von den Mikroorganismen des Wirts genutzt werden, mit einem gesundheitlichen Vorteil für den Wirt'. Es wird unterschieden zwischen:

Komplementäre Synbiotika. Ein Probiotikum und ein Präbiotikum, die jeweils einzeln die Definition erfüllen und zusammen gegeben werden.
Synergistische Synbiotika. Ein Substrat, das speziell auf die mitgelieferten Mikroorganismen abgestimmt ist, auch wenn es für sich genommen nicht als Präbiotikum qualifiziert.

Die Rationale ist funktionell: Indem man Mikroorganismen zusammen mit ihrem bevorzugten Substrat anbietet, erhöht man potenziell das Überleben, die Aktivität und den metabolischen Effekt — unter anderem über eine erhöhte Postbiotika-Ausbeute wie kurzkettige Fettsäuren. Die klinische Evidenz ist stamm- und formelabhängig und wächst noch; allgemeine Aussagen sind nicht gerechtfertigt.

Im Co-Metabolismus-Denken fassen Synbiotika die Logik des Mikrobioms zusammen: Mikroorganismen und ihre Nahrung gehören zusammen. My InnerSelfie liest sie als einen möglichen Hebel innerhalb eines breiteren Darm- und Lebensstilbildes. Diese Lesart ist unterstützend und beobachtend — keine medizinische Diagnose.

Verwandte Begriffe

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Weiterlesen

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Wissenschaftliche Referenzen

• Swanson et al. (2020), ISAPP-Konsens zur Definition von Synbiotika, Nature Reviews Gastroenterology & Hepatology.
Prebiotics, Probiotics and Nutraceuticals.
• Emily Leeming, Genius Gut.

Häufig gestellte Fragen

Was sind Synbiotika?
Präparate, die Probiotika (lebende Mikroorganismen) und Präbiotika (ihre Nahrung) kombinieren, für einen gesundheitlichen Vorteil.
Was ist der Unterschied zur getrennten Einnahme von Pro- und Präbiotika?
Bei Synbiotika werden Mikroorganismen und Substrat bewusst zusammen angeboten, was das Überleben und die Aktivität der nützlichen Stämme erhöhen kann.
Was bedeutet komplementär versus synergistisch?
Komplementär = ein Probiotikum und ein Präbiotikum, die jeweils einzeln qualifizieren. Synergistisch = ein Substrat, das speziell auf die mitgelieferten Mikroorganismen abgestimmt ist.
Kommen Synbiotika auch in der Ernährung vor?
In gewissem Sinne: fermentierte, ballaststoffreiche Produkte wie Sauerkraut liefern sowohl lebende Kulturen als auch Ballaststoffe.